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Programm der Veranstaltung
DAAD-Kompetenzzentrum Internationale Wissenschaftskooperationen (KIWi)
KIWi Connect (virtuell): Perspektiven und Potenziale der Wissenschaftskooperation mit Kolumbien
14. November 2025, 15:00–17:00 Uhr (MEZ) / 09:00–11:00 Uhr (COT)
Internationale Wissenschaftskooperationen sind in geopolitische Rahmenbedingungen eingebettet, die sich zunehmend komplexer gestalten. Aufgrund der daraus resultierenden Spannungen und Unsicherheiten spielt die Diversifizierung von Kooperationsräumen eine immer wichtigere Rolle in den Internationalisierungsstrategien deutscher Hochschulen. Bei der Suche nach potenziellen Kooperationspartnern rücken seit geraumer Zeit wissenschaftlich aufstrebende Regionen und Länder in den Blick, die bisher wenig Berücksichtigung fanden.
Über ein international vernetztes und zukunftsorientiertes Wissenschaftssystem verfügt Südafrika, das nach Zentralasien und Kolumbien in der KIWi-Connect-Reihe „Diversifizierung internationaler Wissenschaftskooperationen“ vorgestellt wird. Südafrika nimmt innerhalb Afrikas eine bedeutende Rolle ein, sowohl durch eigene Initiativen zur Förderung von soziökonomischer Integration und Innovation als auch durch die Beteiligung an multilateralen Plattformen und innerafrikanischen Allianzen und Netzwerken. Mit dem White Paper on Science, Technology and Innovation und dem aktuellen Decadal Plan verfolgt das Land zudem einen ambitionierten Weg zu mehr Exzellenz, gesellschaftlicher Relevanz und internationaler Ausstrahlung. Es bietet zahlreiche interdisziplinäre Anknüpfungspunkte für Wissenschaftskooperationen, insbesondere in den Bereichen Bioökonomie, nachhaltige Rohstofftechnologien, Klima- und Umweltforschung, im MINT-Bereich, Gesundheits- und Bildungsforschung sowie in den Sozialwissenschaften.
Das bilaterale Abkommen zur Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika bildet seit 1996 die Grundlage für eine bis heute enge, strategische Innovationspartnerschaft. Über 260 Hochschulpartnerschaften verbinden deutsche und südafrikanische Hochschulen und fördern die Ausbildung hoch qualifizierter Nachwuchskräfte, die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte und die Entwicklung innovativer Studienprogramme. Auch der Ausbau der Studienmobilität wird durch das Engagement beider Länder vorangetrieben: Das Interesse deutscher und südafrikanischer Studierender an den jeweils anderen Hochschulräumen ist groß, was in maßgeblicher Weise zum wissenschaftlichen Austausch beiträgt.
Im Mittelpunkt der Connect-Veranstaltung stehen die Potenziale, Chancen und Herausforderungen der deutsch-südafrikanischen Zusammenarbeit. Folgende Themenschwerpunkte werden dabei vorgestellt und diskutiert:
- Überblick über das südafrikanische Hochschulsystem, inklusive Internationalisierungsstrategien und zentraler Rahmenwerke.
- Vorstellung praxiserprobter Anknüpfungspunkte für Studien-, Forschungs- und Innovationspartnerschaften.
- Einblick in ausgewählte Best-(Equitable-)Practice-Beispiele und aktuelle Kooperationsprojekte.
- Praxisnahe Hinweise zur Erschließung neuer, nachhaltiger Kooperationsfelder mit Südafrika.
Die Veranstaltung richtet sich an Akteurinnen und Akteure deutscher Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen und versteht sich als Plattform für Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer. Ziel ist es, deutschen Hochschulen einen Überblick über den Hochschulstandort Südafrika zu geben, Chancen und Perspektiven deutsch-südafrikanischer Wissenschaftskooperationen aufzuzeigen und praxisnahe Tipps zur Anbahnung und Umsetzung von Kooperationsprojekten mit südafrikanischen Partnern zu bieten.
Programm der Gesamtreihe
Programm der Veranstaltung
Referierende
Foto: privat
Prof. Pamela Dube
Vizekanzlerin und Rektorin,
Central University of Technology (CUT)
Professor Dube ist die erste weibliche Vizekanzlerin und Rektorin der Central University of Technology (CUT) sowie der Provinz Free State. Sie bringt internationale Führungserfahrung mit, unter anderem als Prorektorin für studentische Entwicklung an der University of the Western Cape, als Forscherin und Dozentin an der Universität Siegen, wo sie im Bereich der interdisziplinären Geisteswissenschaften promovierte, sowie als Dekanin für studentische Angelegenheiten an der WITS University. Darüber hinaus bekleidete sie führende Positionen in der südafrikanischen Bildungsverwaltung und bei der National Nuclear Energy Corporation of South Africa (NECSA).
Ihr besonderes Engagement gilt der Förderung von Studierenden, der Digitalisierung, der Gleichstellung und der internationalen Zusammenarbeit. Sie ist in verschiedenen nationalen und internationalen Beiräten vertreten und steht für eine innovative Weiterentwicklung der Hochschullandschaft.
Foto: privat
Ruth Knoblich
Ehemalige DAAD-Fachlektorin,
University of the Western Cape (UWC)
Ruth Knoblich war von Dezember 2019 bis Januar 2026 DAAD-Fachlektorin an der University of the Western Cape in Kapstadt und dort unter anderem am DAAD-Fachzentrum South African-German Centre for Development Research tätig. Sie verfügt über vertiefte Kenntnisse des südafrikanischen Forschungs- und Wissenschaftssystems und ist mit den aktuellen wissenschaftspolitischen Entwicklungen im Land und in der Region vertraut.
Foto: Hochschule Esslingen
Prof. Dr. Siegfried Zürn
Direktor des International Centre and
Graduate School, Hochschule Esslingen
Prof. Dr. Siegfried Zürn ist Direktor des International Centre and Graduate School der Hochschule Esslingen sowie Vorstandsmitglied und Executive Coordinator South Africa des DHIK. Als Professor für Operations Management liegen seine akademischen Schwerpunkte im industriellen Projekt- und Qualitätsmanagement – mit besonderem Fokus auf der Anwendung von System-Thinking-Modellen und im Nachhaltigkeitsmanagement. Er entwickelt in diesen Bereichen Planspiele und Simulationen für Lehre und Weiterbildung, u.a. für eine von der DHIK organisierte Summer School an der CPUT in Südafrika.
Foto: Privat
Lars Gerold
DAAD, Referatsleiter Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit – P31
Lars Gerold ist seit 2009 am DAAD leitet seit 2015 das Referat „Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit“. In dieser Funktion setzt er sich für Programme zur Stärkung des Hochschulsektors in Afrika, Asien und Lateinamerika ein. Gerold studierte Recht und Politikwissenschaften in Berlin und absolvierte die juristische Ausbildung. Zudem wirkte er an internationalen Good-Governance- und Wahlbeobachtungsmissionen für UN, OSZE und EU mit.